Sie sind hier

Rähmchen

Zanderrähmchen (wie auch alle andere Rähmchen des Deutschen Rähmchenbiotopes) gibt es in unterschiedlichen Qualitäten und Varianten, die Preise bewegen sich von ca. 80 Ct- bis 1,30 EUR fertig montiert und gedrahtet. Selbst anfertigen lohnt sich nicht, der Aufwand an Zeit und notwendigem Material wie Nägel, Draht und Ösen muss eingerechnet werden.

Für die Hoffmansseitenteile wird oft Buchenholz verwendet, hartes Holz ist sinnvoll, da es durch den Stockmeiseleinsatz stärker beansprucht wird.
Für die Stabilität der Rähmchen ist das Hartholz aber nicht verantwortlich, Seitenteile aus Fichtenholz verwinden sich auch unter der Spannung der Querdrahtung nicht stärker.
Eine vierfache Querdrahtung ist Standard und verhindert wellige Mittelwände.

Rähmchen mit geraden Seitenträgern und Ziernägel als Abstandshalter lassen sich einfacher handhaben, es gibt weniger Verkittung, die Rähmchen lassen sich mit weniger Kraft voneinander lösen. So zumindest die Idee, in der Praxis gibt es doch einige Schwierigkeiten. Zunächst die Zeit die man für die Installation der Abstandshalter investiert, pro Rähmchen dürfte das knapp eine Minute sein. Ich habe für 1000 Rähmchen Tage gebraucht. Große Erleichterung beim Arbeiten haben die Knöpfchen nicht gebracht. Korrosion und herausgezogene Nägel machen die Lösung serviceanfällig und unattraktiv.

Alle modifizierten Rähmchen mit Hoffmannsseitenteilen lassen sich mit Pilzkopfnägel nachrüsten und sind dadurch kompatibel. Pro Rähmchen werden 4 Abstandshalter benötigt, eingeschlagen am Seitenteil jeweils auf der linken oder rechten Seite.
Vernickelt, vermessingt oder geschraubt, vormontiert gibt es die Rähmchen nicht zu kaufen.Geschraubte Abstandshalter nach einer Varroabehandlung mit Ameisensäure.

 

Der hauptsächliche Vorteil der Abstandshalter weniger Bienen zu quetschen ist nicht in jedem Volk gegeben. Der Beespace an den Seitenteilen ist oft nicht eingehalten, die Pilzköpfe werden flächig eingebaut, die Wachsbrücken haben ähnliche Kontaktfläche wie Hoffmannsseitenteile.

Bei Eingriffen im Herbst oder Winter lassen sich Abstandshalter mit punkförmiger Kontaktfläche leichter lösen, im Sommer ist der Unterschied nicht wesentlich.

Werden die Rähmchen nach jedem Eingriff zusammengeschoben, wird Propolis und Wachs aus den Zwischenräumen der Seitenteile gedrückt. Nach Eingriffen sollten alle Rähmchen direkt nebeneinander stehen, es darf keine Lücken geben. Bei einer Durchschau ist es ebenfalls sinnvoll die Rähmchen immer auf Passung zu schieben, so werden dick mit Bienen belagerte Träubchen an offenen Futterflächen die gequetscht werden können vermieden.

Der Draht wird mit Nägeln am Seitenteil befestigt. Teilweise steht er unvorteilhaft spitz ab, mit einem versenkten Nagel verdeckt kann er aber schlecht nachgespannt werden.Ösen verhindern dass sich der Draht unter Spannung in das Holz einfrisst, bei Hartholz ist das weniger problematisch. Mit Ösen können gebrauchte Rähmchen leichter nachgespannt werden.

In das modifizierte Rähmchen passt eine Zander Mittelwand nur, wenn sie in die Nut des Oberträgers eingefädelt wird, die Mittelwand liegt nahtlos am Unter- und Oberträger an.
Die Nut ist nur an einer Seite notwendig, am dicken Oberträger stört sie nicht, am schmaleren Unterträger kann eine Fräsung die Stabiltät beeinflussen.