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Frühjahrsarbeiten

Das Prinzip ist einfach, der Draht eines Rähmchens wird an eine Stromquelle angeschlossen, der Draht erhitzt sich und schmilzt in das Wachs der Mittelwand ein.
Grundsätzlich ist jede ungefährliche Stromquelle geeignet: Eisenbahntrafo, Autobatterieladegerät oder altes Computernetzteil. Oft reicht die Leistung des Trafos nicht aus, aktuell wird ausschließlich Edelstahldraht verwendet der viel Leistung schluckt, trotzdem gibt es im Imkerbedarfshandel noch Einlöttrafos für Eisendraht, dieser taugt nur bei geringerer Drahtlänge wie in Rähmchen mit 2/3 (16cm) Höhe.

Auf die Dauer hilft nur Power! Ein guter Trafo hat genügend Leistung (36V/8A) um den Draht über die beiden Enden genügend schnell zu erhitzen, wenige Sekunden Kontakt reichen aus.
Wenn die Leistung des Gerätes nicht aussreicht, können die Drähte auch einzeln erhitzt werden.

Der weiße Überzug auf der Mittelwand ist eine Ansammlung an Ausdünstungen aus dem Wachs, im Wachs befinden sich auch flüchtige Bestandteile.Wird der Draht mit einem Drahtspanner gewellt, dehnt er sich während der Erhitzung nicht aus, die Mittelwand liegt plan auf den Drähten. Bei gebrauchten Rähmchen kann der lockere Draht, ohne ihn von der Befestigung zu lösen, mit dem Drahtspanner gespannt werden.

 

Es kann durchaus passieren, dass sich auch gut gespannter Draht dehnt und durchhängt. Dadurch schmilzt er nicht nicht gleichmäßig oder stellenweise gar nicht ein. Wird die Mittelwand bündig am Unterträger angefügt können sich die Mittelwände wellen, insbesondere bei mangelhaft gespanntem Draht und großer Wabenfläche.Es empfiehlt sich die Mittelwände mindestens auf Raumtemperatur zu bringen, damit sie elastisch genug sind um beim Einlöten plan auf den Rähmchen aufzuliegen, einlöten geht damit auch schneller. Die Differenz zur Temperatur im Bienenvolk ist dadurch auch geringer.

Bei modifizierten Rähmchen wird die Mittelwand oben und unten in eine Nut eingefügt und ist dadurch gelagert ohne anzustehen. Bei Einsatz im Brutraum wird eine Lücke zwischen Rähmchenunterträger und Mittelwand gerne als Durchgang vergrößert.Im Honigraum wird die Mittelwand nahtlos an die Rähmchenteile angebaut. Die Bienen sind eigenwillig, makellos ausgebaute Waben aus dem Honigraum werden von manchen Völker mit Durchgängen versehen, wenn diese im Brutraum eingesetzt werden.