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Futterkontrolle - Nicht verhungern lassen!

 

Verhungert!

Sehr schade, dieses "Jungvolk" war etwas zu verschwenderisch mit dem Futter, der Imker zu nachlässig mit der Kontrolle. Zwei handtellergroße Brutflächen waren wohl etwas zu viel, auf den Nachbarwaben ist noch gedeckeltes Futter. Futterkontrolle ist angesagt, die besten Völker verhungern als erstes.

In der Hoffnung dass sich Futter unter der gedeckelten Zelle befindet wurde selbst gedeckelte Brut geöffnet. Selbst im toten Zustand haben die verhungerten Völker eine Ästhetik.

Alle Arbeit des Imkers im Vorjahr umsonst, ein kleiner Fehler, den man (hoffentlich!) nicht noch ein zweites mal macht.

 

Futterkontrolle

So schaut ein durchschnittliches Völkchen aus (Wintertraube bei -15°C), im Außenbereich ein paar tote Bienen in den Gassen ist normal, die sind nicht verhungert oder vom Futter abgerissen. Direkt neben der Wintertraube ist es eisig, sogar die Oberträger im Bienensitz haben Frost. Durch die Zehrung oder die Bruttätigkeit sind hat sich der Sitz der Völker nach oben Richtung Folie verlagert. Im Bienensitz sollte im direkten Anschluss an die Wintertraube Futter vorhanden sein, am besten gedeckeltes. Mit einem Stockmeisel oder Messer kann man von oben ohne Wabenziehen testen ob noch was in den Zellen ist.Von oben sichtbar, gedeckeltes Futter in jeder Wabengasse, noch ist genügend Futter vorhanden.
 
Ein Tipp zur Futterkontrolle, die meisten Völker haben in der Summe noch genügend Futter aber oft nicht an der richtigen Stelle. Wurden die Völker zur Bildung mit dem eingeengten Flugloch auf einer Seite gestartet (was Sinn macht), befand sich das Hauptbrutnest und folgend der Wintersitz in Fluglochnähe und darum das Winterfutter. Die Futterablagerung geschieht fluglochfern, im hinteren Bereich der Wabe, im oberen Beispiel haben die fluglochfernen Waben rechts neben dem Bienensitz reichlich Futter.

Nicht verhungern lassen

DBJ 3/2013

Die Außenseite der ersten Wabe am Flugloch enthält fast kein Futter mehr, von oben ist dies meist gut sichtbar ob gedeckeltes Futter vorhanden ist.

Wurden die Völker zur Bildung mit dem eingeengten Flugloch auf einer Seite gestartet (was Sinn macht), befand sich das Hauptbrutnest und folgend der Wintersitz in Fluglochnähe und darum das Winterfutter. Die Futterablagerung geschieht fluglochfern, im hinteren Bereich der Wabe, im oberen Beispiel haben die fluglochfernen Waben rechts neben dem Bienensitz reichlich Futter.

 

 

Schnelle Futterkontrolle

Aus 2kg pro Monat wird mit dem Brutstart mehr als doppelt so viel an Futter verbraucht, aber nur wenn es im Volk ist! Der höchste Verbrauch liegt kurz vor dem großen Blühen im April, es sollte immer ein Vorrat von ca. 5kg in den Völker vorhanden sein.

Futterkontrolle eines schwächeren Einzargers.