LaBi informiert

Landesanstalt für Bienenkunde (LaBi) informiert

Aktuelle Informationen zum Entwicklungsstand und Erweiterung der Völker im April.

Durchsage vom 1. April 2010:

In der zweiten Märzhälfte war es sehr mild. Die Völker haben die Salweidenblüte gut nutzen können, viel Pollen eingetragen und ihr Brutnest ausgedehnt. An warmen und kühlen Standorten liegt das Brutzellen-Bienen-Verhältnis zwischen 2 und 4. Schwache Völker haben relativ mehr Brut als starke Völker. Die Brut wird in der Osterzeit zu schlüpfen beginnen. Die Völker werden dann rasch wachsen und ihr Brutnest weiter ausdehnen. Die stärkeren Völker werden noch im April ihr Brutmaximum erreichen.

Bei Andauer des zurzeit wechselhaften Aprilwetters verbrauchen die Völker viel Futter. Deshalb ist auf ausreichende Futterversorgung zu achten. Die kühlen Aprilnächte bremsen die Entwicklung der Vegetation stärker als die Volksentwicklung. In einer Zarge überwinterte Völker sollten bald erweitert werden, sofern noch nicht geschehen. Die Erweiterung kann zu einer Ergänzung der Futtervorräte genutzt werden, wenn diese notwendig ist. Das Aufsetzen des Honigraumes steht vorerst noch nicht an.

Wenn sie noch Fragen haben, können Sie sich an Ihren Fachberater, an das zuständige Untersuchungsamt oder an uns wenden. Wir sind zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0711-459-22659. Die nächste Durchsage folgt am 8. April

Quelle: Landesanstalt für Bienenkunde

 

Hier finden Sie Informationen zur Auswinterung und für den Frühling 2010.

Durchsage vom 18. März

Der Frühling nimmt einen erneuten Anlauf. In der vergangenen Kälteperiode haben viele Völker das Brüten stark eingeschränkt oder sogar, besonders die schwächeren, ganz eingestellt. Das Brutzellen-Bienen-Verhältnis liegt überall, auch an den warmen Standorten, deutlich unter 0,3.

In der bevorstehenden Warmwetterphase werden die Völker wieder mit dem Brüten beginnen und ihr Brutnest beständig ausdehnen. Es wird aber einige Tage dauern bis das Brutzellen-Bienen-Verhältnis den Wert von 1 überschreitet.

Drei Wochen später wird das Wachstum der Völker einsetzen. Bis dahin - etwa Mitte April - werden die Völker an Stärke verlieren.

Die Völker haben allgemein noch genügend Futter. Das kann sich bei Ausdehnung des Brutnestes rasch ändern. Deshalb ist auf ausreichende Futterversorgung zu achten.

Wenn sie noch Fragen haben, können Sie sich an Ihren Fachberater, an das zuständige Untersuchungsamt oder an uns wenden. Wir sind zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0711-459 22659.

Die nächste Durchsage folgt am 1. April.

 

Hier finden Sie Informationen zur Auswinterung und für den Frühling 2010.

Durchsage vom 8. März.

Der Frühling lässt auf sich warten. Die Völker haben den sehr kalten Winter bisher gut überstanden, auch wenn sich da und dort viel Totenfall im Boden angesammelt hat. Die relative Auswinterungsstärke liegt an den bisher untersuchten Versuchs- und Monitoring-Standorten im Durchschnitt bei 65 %. Das entspricht dem Erwartungswert.

Dabei haben die stärker eingewinterten Völker den Winter auch relativ besser überstanden.

Die Völker haben zurzeit sehr wenig Brut. Das Brutzellen-Bienen-Verhältnis liegt an kühlen und warmen Standorten deutlich unter 0,5.  Die Völker werden deshalb bis Ende März weiterhin an Stärke verlieren. Wenn der Frühling wie im Vorjahr mit Macht herein bricht und die Vegetation sich dann explosionsartig entwickelt, werden die Völker in ihrer Entwicklung hinterher hinken.

Die Völker haben allgemein noch genügend Futter. Doch kann sich das bei Ausdehnung des Brutnestes während der bevorstehenden Salweidenblüte rasch ändern. Deshalb ist auf ausreichende Futterversorgung zu achten.

Besonders schwächere Völker können bei anhaltend kalter Witterung leicht den Kontakt zum Futter verlieren. Solange auf den mit Bienen besetzten Waben verdeckeltes Futter vorhanden ist besteht in dieser Hinsicht keine Gefahr.  

Wenn sie noch Fragen haben, können Sie sich an Ihren Fachberater, an das zuständige Untersuchungsamt oder an uns wenden. Wir sind zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0711-459 22659.

Die nächste Durchsage folgt beim Einzug des Frühlings.

Aktuelle Informationen für Imker
Stand: 15.12.2009

Wer noch keine Restentmilbung durchgeführt hat, sollte sie während der zurzeit herrschenden Kaltwetterperiode nachholen. Das kalte Wetter veranlasst noch brütende Völker, das Brutgeschäft einzustellen.

  • Bei Fortdauer der kalten Witterung kann ihre Restentmilbung etwa um Weihnachten durchgeführt werden. Unabhängig davon wie lange es kalt bleibt sollte die Restentmilbung auf jeden Fall vor Eintritt der nächsten Tauwetterperiode erfolgen!
  • Eine gute Wirkung durch Beträufeln der Bienentraube mit Oxalsäure wird nur erreicht, wenn die Völker eng sitzen. Das ist vormittags nach einer kalten Nacht der Fall.
  • Bei dieser Behandlung kann auch die Stärke der Völker beurteilt werden. Starke Völker besetzen bei Frost mehr als 4 Wabengassen und haben dann etwa 10 Tausend Bienen oder mehr.
  • Zwei-Zargen-Völker sitzen meist noch unter der Futterkappe und eher in der unteren Zarge als in der oberen. Zur Behandlung wird die obere Zarge angekippt und die Oxalsäure nur auf die Bienen in der unteren Zarge geträufelt.
  • Ein-Zargen-Völker werden von oben beträufelt. Wenn die Bienentraube sehr tief sitzt, kann die Zarge auch auf die Stirnseite gestellt und die Traube bei Verwendung einer Spritze von der Seite beträufelt werden.
  • Je nach Volksstärke werden 30 bis 50 ml Oxalsäurelösung verbraucht. Diese Menge wird so aufgeträufelt, dass jede besetzte Wabengasse mit der Spritze zweimal abgefahren wird.
  • Das Beträufeln der brutfreien eng sitzenden Wintertraube hat einen Wirkungsgrad von über 95%. Deshalb ist keine zweite Behandlung notwendig. Sie würde die Bienen unnötig belasten.
  • Die getroffenen Milben fallen nicht sofort. Der durch Oxalsäurebehandlung ausgelöste Milbenfall dauert bis zu 4 Wochen an, auch wenn etwa 80% der getöteten Milben innerhalb der ersten Woche nach der Behandlung fallen.
  • Wir empfehlen deshalb den Behandlungserfolg nach einer Woche zu überprüfen, danach die Schublade aus dem Gitterboden zu entfernen und die Völker über offenem Gitterboden zu überwintern.

Bei Fragen haben, können Sie sich an Ihren Fachberater, an das zuständige Untersuchungsamt oder an uns wenden. Wir sind zu erreichen unter der Telefon-Nummer 0711-459-22659.