

Alt- und Jungvölker schränken ihre Bruttätigkeit gemäß der Jahreszeit ein. Sie pflegen zurzeit weniger Brutzellen als Bienen und haben deutlich weniger offene als verdeckelte Brut. Diese Entwicklung setzt sich fort. Deshalb kann die Winterauffütterung auch bei 1-Zargen-Völkern abgeschlossen werden.
Die Verdunstung und damit die Wirkung von Ameisensäure und auch von Thymol sind von der Temperatur abhängig. Bei 1-Zargen-Völkern genügt eine Verdunstungsrate von mindestens 8 ml Ameisensäure täglich für eine gute Wirkung, die bei 1-Zargen-Völkern erreicht wird, wenn es tagsüber wärmer als 15° Celsius ist. Bei der Behandlung von 2-Zargen-Völkern sollte die Tagestemperatur 20° Celsius übersteigen bzw. mindestens 20 ml Ameisensäure täglich verdunsten.
Der Herbst hat zwar kühl begonnen, soll aber in den kommenden Tagen spätsommerlich warm werden. Er bietet somit gute Bedingungen für wirkungsvolle Behandlungen mit Ameisensäure.
Die Verdunstungsleistung ist auch vom Standort abhängig. An feuchten und windstillen Standorten wie im Wald oder an Waldrändern wirken Ameisensäure und Thymol bei mäßig warmer Witterung schlechter als an sonnigen Standorten.
Wir empfehlen vor oder auch nach einer Ameisensäurebehandlung den Varroabefall durch Gemülldiagnose zu überprüfen. Nach einer Ameisensäurebehandlung bzw. nach Entfernen der Medizinflasche dauert es etwa 14 Tage bis sich wieder natürlicher Milbenfall einstellt. Bei einer Dauerbehandlung mit Thymol kann der natürliche Milbenabfall nicht ermittelt werden.